(A) Grafik Verlauf weiblicher Zyklus mit Beschreibung der Hormone


Estradiol (umgangssprachlich wird es mit Estron und Estriol unter dem Begriff Östrogen zusammengefasst): Diese produzieren Östrogene. Diese bewirken, dass die Gebärmutterschleimhaut wächst, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten könnte.

Luteinisierendes Hormon: Dieses Hormon löst den Eisprung aus. Der Follikel platzt an der Oberfläche des Eierstockes auf und entlässt eine reife Eizelle in den Eileiter.

Follikelstimulierendes Hormon: In der ersten Zyklushälfte wird FSH ausgeschüttet. Es stimuliert in den Eierstöcken das Heranreifen von Follikeln.

Progesteron: Produziert wird es vom Gelbkörper, der sich nach dem Eisprung aus dem zurückbleibenden Follikel im Eierstock entwickelt hat. Das Gelbkörperhormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut noch weiter auf die eventuelle Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Bleibt die Befruchtung aus, bildet sich der Gelbkörper zurück, sodass kein weiteres Progesteron produziert wird.

(B) Informationstext hormonelle Verhütungsmittel

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten künstliche Hormone. Sie wirken ähnlich wie die körpereigenen Hormone Östrogen und Progesteron. Dadurch kann die Pille in den Hormonzyklus der Frau eingreifen und verhindern, dass eine Eizelle im Eierstock heranreift und es zu einem Eisprung kommt. Außerdem beeinflussen sie die Gebärmutterschleimhaut und verhindern so eine Schwangerschaft.

Die empfängnisverhütende Wirkung wird in erster Linie durch Gestagene gewährleistet. Die zusätzliche Gabe von Östrogenen stabilisiert den Zyklus, was Nebenwirkungen wie Schmierblutungen reduziert.

Weitere Nebenwirkungen wie Empfindlichkeit der Brust, Gewichtsveränderungen, Akne, Stimmungsschwankungen, Vaginitis, Veränderungen des Appetits, Bauchkrämpfen und Ausschlag können auftreten. Diese sind bei modernen niedrig dosierten Präparaten zum Glück sehr selten.

Um sicher zu gehen, dass das richtige Verhütungsmittel gewählt wird, sollte die Entscheidung gemeinsam mit dem/der Frauenarzt/in getroffen werden. Wichtig ist auch diese/n über Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme zu informieren. Nur so kann die perfekte Verhütungsmethode gefunden werden.