✂️Bau dein eigenes Windrad!
Abschnittsübersicht
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Du weißt jetzt, wie ein Windrad funktioniert — von der Physik bis zum Strom. Jetzt wird es praktisch: Bau dein eigenes Windrad, das sich wirklich dreht! Hier findest du drei Varianten — such dir eine aus, die zu dir passt.
💡 So gehst du vor
Schau dir zuerst alle drei Varianten in Ruhe an. Je nachdem, welche Materialien du hast und wie viel Zeit du hast, kannst du eine passende Variante aussuchen. Viel Spaß beim Nachbauen!
🤖Kiki erklärt: Dein Windrad und ein echtes Windrad
Dein Windrad aus Papier nutzt ein ähnliches Prinzip wie ein echtes Windrad: Der Wind trifft auf die Flügel und bringt sie zum Drehen. Ein echtes Windrad ist aber viel größer und treibt zusätzlich einen Generator an, der Strom erzeugt. Manche echten Windräder sind über 100 Meter hoch und haben Rotorblätter, die ungefähr so lang sein können wie ein halbes Fußballfeld. Deins passt auf deinen Schreibtisch — aber du kannst daran gut beobachten, wie Wind Bewegung erzeugt!
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⚠️ Sicherheitshinweis
Arbeite vorsichtig mit Schere, Nadel, Reißzwecke und Heißkleber. Wenn du unsicher bist, bitte eine erwachsene Person um Hilfe.
📘 Variante 1 — Windrad mit vier Rotorblättern (etwas anspruchsvoller)
Bauanleitung: Windrad mit vier Rotorblättern - Rotorblätter basteln — Schneide 4 gleich große Rotorblätter aus festem Papier oder dünnem Karton aus. Achte darauf, dass sie leicht sind — dann können sie sich später gut drehen. Wenn du möchtest, kannst du später auch ausprobieren, ob sich dein Windrad mit 2 oder 3 Rotorblättern anders dreht.
- Die Nabe machen — Nimm eine kleine Perle, eine Knetkugel oder eine feste Papierkugel. Stecke die Rotorblätter hinein oder klebe sie fest. In der Mitte lässt du ein kleines Loch — da kommt später die Achse rein.
- Die Achse befestigen — Stecke vorsichtig eine Büroklammer oder eine dünne Nadel durch das Loch in der Mitte der Nabe. Das ist die Achse, um die sich das Windrad später dreht.
- Den Turm bauen — Nimm einen Holzstab, einen Strohhalm oder ein Kartonröhrchen. Der Turm sollte gerade sein, damit das Windrad stabil steht.
- Das Fundament bauen — Forme aus Knete oder Ton einen festen, dicken Fuß. Stecke den Turm hinein, sodass er gut steht.
- Alles zusammenbauen — Stecke die Achse durch die Nabe, sodass das Windrad sich frei drehen kann. Lege die Achse dann oben quer auf den Turm oder befestige sie so, dass die Rotorblätter den Turm nicht berühren.
- Ausrichtung der Flügel korrigieren — Am besten sind alle Flügel leicht gebogen und stehen etwas schräg zur Windrichtung. Wenn du dir einen Ventilator ansiehst, fällt auf, dass die Rotorblätter immer in die gleiche Richtung gedreht sind.
- Testen! — Stell dein Windrad in den Wind oder puste kräftig dagegen. Dreht es sich schön? Wenn nicht, biege die Blätter ein bisschen nach.
📘 Variante 2 — Papierwindrad mit vier Flügeln (einfacher — gut für Einsteiger)
Bauanleitung: Papierwindrad mit vier Flügeln - Gut geplant ist halb gebaut — Leg dir ein quadratisches Stück dickes Papier oder dünne Pappe, Stift und Schere bereit.
- Windradflügel vorbereiten — Zeichne die beiden Diagonalen von Ecke zu Ecke ein und markiere den Mittelpunkt. Zeichne einen Kreis in der Mitte. Schneide das Papier von jeder der vier Ecken entlang der Linien zur Mitte ein — stoppe am Kreis!
- Flügel formen — Mache in jede der vier Ecken, die du zur Mitte biegen möchtest, ein kleines Loch. Biege diese Ecken sanft zur Mitte hin — nicht knicken, nur wölben! Die anderen vier Ecken bleiben flach.
- Mitte befestigen — Halte die vier umgebogenen Ecken in der Mitte fest. Steche dann vorsichtig eine Reißzwecke oder Musterbeutelklammer durch die vier Löcher und durch den Mittelpunkt. Achte darauf, dass sich das Windrad noch frei drehen kann.
- Stab anbringen — Stecke die Reißzwecke oder Musterbeutelklammer von hinten in einen Korken oder in das Ende eines Holzstabes. Das Windrad soll vorne frei in der Luft hängen und sich drehen können — es darf den Stab nicht berühren.
- Turm stabilisieren — Bau ein kleines Fundament aus Knete. Oder stecke das Windrad direkt in einen Blumentopf im Garten!
- Testen! — Puste das Windrad an oder halte es in den Wind. Verändere die Form der Flügel durch leichtes Verbiegen und probiere aus, welche Form sich am besten dreht.
💡 Noch eine Idee: Verschiedene Formen ausprobieren!
Fünfzackiges Windrad aus einem Fünfeck Zeichne dir ein Fünfeck mit den gleichen Markierungen auf und schneide es aus. Schneide dann von den Ecken in Richtung Mitte — lasse den Kreis aus. So baust du dein eigenes Windrad nach deinen Vorstellungen!
⚙️ Variante 3 — Das Helix-Windrad (vertikales Windrad!) (für Tüftler!)
Helix-Windrad aus Papiermaterialien
So dreht sich das Helix-Windrad! Hast du Lust, ein ganz anders funktionierendes Windrad auszuprobieren? Dieses vertikale Helix-Windrad kann sich schon bei kleinen Böen drehen — und sieht dabei noch toll aus!
🛠️ Du brauchst:
- Eine Papierrolle (zerschnitten)
- Einen Strohhalm
- Zahnstocher
- Eine Tubenkappe
- Klebestreifen oder Heißkleber
- Einen Stab als Turm
- Papierrolle vorbereiten — Schneide eine Papierrolle der Länge nach auf und forme sie zu einer flachen Spirale — das ist dein Helix-Flügel.
- Achse bauen — Stecke einen Zahnstocher durch die Tubenkappe. Das ist die Achse, um die sich das Windrad dreht.
- Flügel befestigen — Klebe die Spirale oben und unten an die Achse. Achte darauf, dass sie sich frei drehen kann.
- Turm aufbauen — Stecke den Strohhalm in einen Klumpen Knete als Fundament. Lege die Achse oben auf den Strohhalm, sodass das Helix-Windrad frei drehen kann.
- Testen! — Halte dein Windrad in den Wind oder puste es an. Dreht es sich? Versuche die Spirale etwas enger oder weiter zu formen und schau, ob es sich besser dreht.
Mit Hilfe einer erwachsenen Person kannst du auch eine kleine Plastikflasche verwenden. Achtung: Die Kanten können scharf sein! Du kannst auch buntes, durchsichtiges Material verwenden — dann ist dein Windrad sogar wetterfest. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 🎨
Mini-Aufgabe
- Welche Variante hast du gewählt — und warum?
- Was hat gut funktioniert? Welche Stelle war schwierig?
- Teste dein Windrad: Dreht es sich schon, wenn du leicht pustest? Braucht es stärkeren Wind? Ordne deinen Test ein: kein Wind, leichter Wind, stärkerer Wind — ab wann bewegt sich dein Windrad? Erinnere dich an die Beaufortskala!
📚 Neue Wörter in dieser Lektion (aufklappen)
Helix — eine Spiralform, die sich wie eine Schraube dreht. Das Helix-Windrad nutzt diese Form, um sich bei Wind zu drehen.
Vertikal — senkrecht, von oben nach unten. Ein vertikales Windrad dreht sich um eine senkrechte Achse — anders als ein normales Windrad, das sich waagrecht dreht.
Achse — die Stange in der Mitte, um die sich das Windrad dreht. Wie bei einem Rad am Fahrrad!
Rotor — alle Teile des Windrads, die sich zusammen drehen: Nabe und Rotorblätter. Der Rotor fängt die Bewegungsenergie des Windes auf.
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🌬️🎉 Geschafft — du hast Kurs 2 abgeschlossen!
Du weißt jetzt, wie Wind entsteht, wie er gemessen wird, wie ein Windrad funktioniert — und wie unglaublich viel Energie in einer einzigen Umdrehung steckt. Im nächsten Kurs wirst du selbst entscheiden: Wo soll das Windrad im Harz stehen? 🏔️
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