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Kursübersicht

    • Windräder sollen elektrische Energie liefern — aber dabei sollen Tiere, Pflanzen und Menschen möglichst gut geschützt werden. Heute lernst du, wie Windräder geplant werden können, damit die Natur möglichst wenig gestört wird.

      Tierschutz — besonders Vögel und Fledermäuse

      Manche Tiere können durch Windräder gefährdet werden — vor allem, wenn der Standort nicht gut gewählt wird. Zwei Tiergruppen stehen besonders im Fokus:

      Rotmilan — Greifvogel mit charakteristisch gegabeltem Schwanz
      Michael Graf · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

      Der Rotmilan — ein besonderer Bewohner des Harz

      Der Rotmilan ist ein großer Greifvogel mit einem charakteristischen gegabelten Schwanz. Der Harz ist das weltweit größte Dichtezentrum dieser Vogelart — das bedeutet: nirgendwo auf der Welt leben so viele Rotmilane auf so engem Raum wie hier.

      Rotmilane fliegen tief über Felder und Waldränder, um Mäuse und andere Kleintiere zu jagen. Dabei kommen sie in die Nähe von Windrädern — und können von den Rotorblättern getroffen werden.

      Mögliche technische Lösung: Manche Windräder können mit Kamerasystemen ausgestattet werden, die große Vögel erkennen. Fliegt ein Rotmilan in die Nähe, kann die Anlage vorübergehend gestoppt werden.

      Fledermaus — Großes Mausohr im Flug
      MissMhisi · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

      Fledermäuse — Nachtflieger in Gefahr

      Fledermäuse sind nachts unterwegs und jagen Insekten. Sie hören zwar sehr gut — aber die Rotorblätter bewegen sich so schnell, dass Fledermäuse sie manchmal nicht rechtzeitig wahrnehmen.

      Technische Lösung: In bestimmten Nächten — besonders bei warmem Wetter und wenig Wind, wenn viele Fledermäuse unterwegs sind — werden Windräder automatisch abgeschaltet. Das nennt man Abschaltzeiten.

      Vogelzug — Schwarm ziehender Vögel am Himmel
      Graphphoto · CC BY-SA 4.0 · via Wikimedia Commons

      Vogelzug — wenn Millionen Vögel wandern

      Zweimal im Jahr ziehen Millionen von Vögeln durch Deutschland — im Frühjahr nach Norden, im Herbst nach Süden. Auf bekannten Zugwegen werden Windräder während des Vogelzugs vorübergehend abgeschaltet.

      Wusstest du? Wissenschaftler haben spezielle Radargeräte entwickelt, die den Vogelzug in Echtzeit messen — so können Windräder automatisch abgeschaltet werden, wenn ein großer Vogelzug naht.

      🎯 Hast du aufgepasst?

      Bevor ein Windrad gebaut werden darf, muss vieles geprüft werden — Wind, Platz, Tiere, Wald und Menschen. Teste jetzt, was du dir gemerkt hast!

    • Neue Wörter in dieser Lektion (aufklappen)

      Rotmilan — ein großer Greifvogel mit rotem, gegabeltem Schwanz. Im Harz leben so viele davon wie nirgendwo sonst auf der Welt.

      Zugvögel — Vögel, die zweimal im Jahr lange Strecken fliegen — im Frühjahr nach Norden, im Herbst nach Süden. Millionen ziehen dabei durch Deutschland.

      Abschaltzeiten — Zeiten, in denen ein Windrad automatisch abgeschaltet wird — zum Beispiel nachts, wenn viele Fledermäuse unterwegs sind.

      Naturschutzgebiet — ein besonders geschützter Ort, an dem seltene Tiere und Pflanzen leben. Dort darf man in der Regel keine Windräder bauen.

      Ausgleichsmaßnahme — wenn für ein Bauprojekt Natur verloren geht, muss woanders etwas Neues entstehen — zum Beispiel neue Waldflächen.

      Schattenwurf-Sensor — ein Gerät im Windrad, das misst, wie viel Schatten auf Wohnhäuser fällt. Bei zu viel Schatten schaltet sich das Windrad automatisch ab.