In unserem SchülerGarten betreuen und begleiten wir drei Bienenvölker.

Auf dem Bienenturm wohnen Korczaks Honigheldinnen. Rechts davon der Schwarm, der daraus hervorgegangen ist. Weiter links steht ein Ableger, der ein wenig Zeit brauchte, um sich mit dem Ort anzufreunden. Für die „Stinkepuper“ suchen wir deshalb einen neuen Namen, in dem sich ihre eigentliche Sanftheit widerspiegelt. Denn sie sind definitiv angekommen und müssen sich nicht mehr verteidigen.

Die Betreuung und der Umgang mit den Bienen folgt der Wesensgerechtheit.

Es steht nicht die maximale Honigernte im Vordergrund. Die Bienen dürfen sich durch Schwärmen teilen und vermehren. Wir kennzeichnen nicht die Königin, beschneiden ihr nicht die Flügel oder töten die Drohnen, indem wir die Brut ausschneiden.

Wo möglich, stehen sie auf einem Podest (wie auf dem Bienenturm) oder aber erhöht auf einem Klimakasten, der Rückzugsraum bietet. Das Volk wohnt in einer Großraumbeute, bei der der Brutraum bei den Inspektionen nicht auseinandergerissen wird.

Die Baumhöhle ist Vorbild und Ideal für das Leben im Bienenvolk. Die Bienenbeuten sind zusätzlich isoliert und (hoffentlich) spechtsicher.

Die drei Völker sind mittendrin im SchülerGarten und durch ihre Anordnung kommt es trotzdem nicht zu gekreuzten Wegen zwischen Mensch und Tier. Wer möchte, kann sich ihnen nähern und sie beobachten, ohne als Bedrohung wahrgenommen zu werden.

Mitte Juni haben wir uns entschlossen, einen Teil der Honigrähmchen auszuschleudern und in Gläser zu füllen. Drei jungen Menschen aus der fünften Klasse betraten gemeinsam mit dem Schulsozialarbeiter dieses Neuland und den Bienenturm.

Die Bienen sind bereits in der Nacht aus dem Honigraum abgewandert und nur wenige mussten noch vorsichtig abgebürstet werden.

Fünf Honigrähmchen konnten wir schleudern. Jedes wog rund 2,3 Kilogramm. Am Ende hatten wir rund acht Kilogramm Frühlingshonig, mit dem wir dreißig Gläser befüllt haben.

Zwischendurch kamen immer wieder Menschen, um sich die Honigernte anzusehen, Fragen zu stellen und Honig zu verkosten.

Nach dem heutigen Tag brauchen wir uns keine Nachwuchssorgen für die Bienen-AG im neuen Schuljahr zu machen: Die Begeisterung war groß und die Bienen sind noch ein Stück näher an die Schulgemeinschaft herangerückt.

Zuletzt geändert: Donnerstag, 18. Juni 2026, 18:24