Kinder brauchen Verlässlichkeit und Geborgenheit.

Kinder brauchen die Verlässlichkeit zeitlicher Abläufe und Transparenz in puncto Entscheidungsstrukturen. Sie brauchen Geborgenheit, die aus der Verbindung zu ihren Bezugspersonen, aus einer Gruppen-Kontextualität, in der sich die Kinder angenommen fühlen, und aus dem Zuhause-Sein in einem Raum, den sie als ihre Welt empfinden können, resultiert.

Gefühlte Geborgenheit und das Bewusstsein, dazuzugehören und teilzuhaben, geben Kindern Zutrauen zu sich und der Welt. Das ist elementar dafür, dass Kinder sich öffnen können für Beziehungen – zu Tieren, Pflanzen, Sachen.
Aber um sich Erfahrungen, Kenntnisse, Methoden, Verfahrensweisen etc. aneignen zu können, um Anschauungen, Empfindungen, Haltungen, Perspektiven entwickeln und zulassen zu können, sind die vorgelebten Wertevorstellungen und gebotenen Situationen von Menschen essentiell, mit denen die Kinder in unmittelbarer Beziehung stehen.


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Die Klassenlehrer*innen leben den Schulalltag in weiten Teilen gemeinsam mit ihrer Klasse und bemühen sich zusammen mit ihr um eine positive Klassenatmosphäre. Sie sind fordernder und fördernder Motivator für die Kinder, verständnisvoller Mediator bei Auseinandersetzungen und Kontroversen, zupackender Helfer bei praktischen Alltagsschwierigkeiten, Tröster bei großen und kleinen Kümmernissen – vor allem aber auch kompetenter Ansprechpartner und Ratgeber für die Eltern.

Die Klassenräume sind individuell gestaltet. Zusammen mit ihren „grünen Erweiterungen“ bilden sie überschaubare Einheiten, die den Kindern einen sicheren Ort offerieren. Jedes Kind besitzt seinen Platz und verfügt über eigene Fächer, die es für sich beanspruchen darf.
In den Klassenräumen kennt jeder jeden, helfen die Kinder einander und lernen mit- und voneinander. Es ist ein Raum, den sie zu ihrer Welt machen bzw. hinzufügen können.