Unsere pädagogischen Leitlinien

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Buch: Unsere pädagogischen Leitlinien
Gedruckt von: Gast
Datum: Samstag, 7. März 2026, 22:55

Kinder sind individuelle Persönlichkeiten.

Alle Kinder sind verschieden – jedes Kind ist besonders. Jedes einzelne Kind bringt seine spezifischen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, Begabungen und Schwierigkeiten mit. Jedes einzelne Kind verfügt über diverse physiologische und psychische Eigenschaften und wird durch soziale und kulturelle Einflüsse geprägt.
Es ist unsere tiefe Überzeugung, dass durch die Verschiedenheit des Einzelnen die Gemeinschaft ihren Reichtum erhält.

Diese Maxime nehmen wir als primäre Aufgabe an: Es gilt, die Persönlichkeit jedes Kindes zu stärken – und zwar im Miteinander und nicht im Gegeneinander, nicht in der Konkurrenz, sondern in gegenseitiger Achtung.

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Jedes Kind leistet in gemeinsamen Vorhaben und Projekten einen unterschiedlichen Beitrag – je nach persönlichem Entwicklungsstand. Wir leben das inklusive Prinzip der Heterogenität und bieten engagierten, gemeinsamen Unterricht für alle Kinder.

Kinder brauchen Verlässlichkeit und Geborgenheit.

Kinder brauchen die Verlässlichkeit zeitlicher Abläufe und Transparenz in puncto Entscheidungsstrukturen. Sie brauchen Geborgenheit, die aus der Verbindung zu ihren Bezugspersonen, aus einer Gruppen-Kontextualität, in der sich die Kinder angenommen fühlen, und aus dem Zuhause-Sein in einem Raum, den sie als ihre Welt empfinden können, resultiert.

Gefühlte Geborgenheit und das Bewusstsein, dazuzugehören und teilzuhaben, geben Kindern Zutrauen zu sich und der Welt. Das ist elementar dafür, dass Kinder sich öffnen können für Beziehungen – zu Tieren, Pflanzen, Sachen.
Aber um sich Erfahrungen, Kenntnisse, Methoden, Verfahrensweisen etc. aneignen zu können, um Anschauungen, Empfindungen, Haltungen, Perspektiven entwickeln und zulassen zu können, sind die vorgelebten Wertevorstellungen und gebotenen Situationen von Menschen essentiell, mit denen die Kinder in unmittelbarer Beziehung stehen.


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Die Klassenlehrer*innen leben den Schulalltag in weiten Teilen gemeinsam mit ihrer Klasse und bemühen sich zusammen mit ihr um eine positive Klassenatmosphäre. Sie sind fordernder und fördernder Motivator für die Kinder, verständnisvoller Mediator bei Auseinandersetzungen und Kontroversen, zupackender Helfer bei praktischen Alltagsschwierigkeiten, Tröster bei großen und kleinen Kümmernissen – vor allem aber auch kompetenter Ansprechpartner und Ratgeber für die Eltern.

Die Klassenräume sind individuell gestaltet. Zusammen mit ihren „grünen Erweiterungen“ bilden sie überschaubare Einheiten, die den Kindern einen sicheren Ort offerieren. Jedes Kind besitzt seinen Platz und verfügt über eigene Fächer, die es für sich beanspruchen darf.
In den Klassenräumen kennt jeder jeden, helfen die Kinder einander und lernen mit- und voneinander. Es ist ein Raum, den sie zu ihrer Welt machen bzw. hinzufügen können.



Kinder brauchen Ideen, Inspiration, Impulse.

Kinder sollen ihre Kompetenzen ausbauen, ihre Fertigkeiten aktivieren, ihr Wissen erweitern, ihr Vermögen zur Differenzierung trainieren etc. Kinder sollen sich ganzheitlich entwickeln. Kinder sollen auf unterschiedlichsten Ebenen lernen – aber immer mit Freude und voller natürlicher Neugier.

Um nachhaltig lernen und Leistung erbringen zu können, benötigen Kinder stete, immer wieder voneinander verschiedene Impulse und ihren Kräften entsprechende Herausforderungen, die sie motivieren, anregen und anspornen, ihre Grenzen überlegt auszutesten und über das ihnen Bekannte und Vertraute, das bereits Erkannte und Gekonnte mit gesunder Neugier und gebotener Vorsicht hinauszugehen, um ihre Welt Schritt für Schritt zu weiten.

 

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule: 
Unsere Klassenräume bieten neben der pragmatisch-funktionalen Ausstattung ausreichend anregende Zusatzmaterialien für prononcierte freie Arbeit.

Darüber hinaus werden auch regelmäßig praxisnahe, fachübergreifende Projekte angeboten, bei denen die Kinder eigene Schwerpunkte setzen und über die gestalteten Medien und deren Veröffentlichung selbständig entscheiden. Auf diese Weise können Kinder unmittelbar interessengebunden lernen.

Zudem werden themenspezifisch des Öfteren externe Experten eingeladen sowie gemeinsam außerschulische Lernorte besucht.

Daneben ist unser Schulhaus eine Stätte der Begegnung, bietet Raum für Ausstellungen und ist der Ort für Festakte und Feierlichkeiten. Unser weitläufiger Schulhof mit den eigens konzipierten Spielplatzelementen eignet sich ausgezeichnet für das gemeinsame kreative und bewegte Miteinander. Vom Frühjahr bis zum Herbst lädt der „kleinste Wald von Rothensee“ zum Spielen unter dem schützenden Blätterdach alter Bäume ein.

Kinder brauchen und wünschen sich Verantwortung.

Die Achtung voreinander und das Verständnis füreinander sind die fundamentalen Prämissen unserer pädagogischen Anstrengungen. Es ist die wohl größte Herausforderung, ein adäquat geprägtes Miteinander zu leben. Damit Kinder Empathie entwickeln und gegenseitigen Respekt lernen können, müssen sie konkrete Möglichkeiten des Engagements und der Beteiligung für und am schulischen Leben bekommen.

Verantwortung für etwas, für andere und vor allem auch für sich selbst, zum Beispiel in puncto eigenem Lernen, muss für die Kinder erlebbar sein. Das schulische Leben und Lernen erklären Kinder eher zur eigenen Sache, wenn sie selbst direkt Unterrichtsinhalte und Regeln für die Gemeinschaft mitentwickeln und mitentscheiden können.

 

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:

Die Kinder lernen Verantwortung zu leben, indem sie …

  • … von Beginn an unter sanfter, aber steter Anleitung der Klassenlehrer*innen den Teamgedanken etablieren.
  • … mit Hilfe der Klassenlehrer*innen einüben, das Miteinander im Klassenverband nach demokratischen Prinzipien zu gestalten.
  • … gemeinsam mit den Klassenlehrer*innen und dem gesamten pädagogischen Personal, stetig daran arbeiten, gemeinschaftliche Wünsche bzw. Lösungen von Problemen untereinander zu besprechen und den gefundenen Konsens geschlossen zu vertreten.
  • … zumindest partiell unmittelbar in den Lernprozess eingebunden werden.
  • … ab der ersten Klasse mit dem ganzen Lehrkörper trainieren, sorgsam und ordentlich mit ihren (Schul-) Sachen und Materialien umzugehen. 
  • … beizeiten durch die Klassenlehrer*innen dazu angehalten werden, für ihren Klassenraum Verpflichtungen in Form von Diensten zu übernehmen und so ihren Beitrag zu Ordnung und Sauberkeit zu leisten.

Kinder brauchen Grenzen.

Die Bedürfnisse des Einzelnen und das Sich-Bewegen innerhalb einer Gemeinschaft eröffnen ein Spannungsfeld, dem sich jedes Kind spätestens mit Eintritt in das Schulleben stellen muss.
Leben und Lernen in der Schule verlangen von den Kindern tagtäglich, die eigenen Bedürfnisse – und damit sich selbst – zu relativieren und zugunsten des respekt- und verständnisvollen Umgangs miteinander ein Stück weit zurück-zunehmen. Sie müssen sich in verschieden große Gruppen (die eigene Klasse, die Klassenstufe und die Gesamtschülerschaft) einpassen.

Heutige Kinder entwickeln sich in der Regel freier und selbstbewusster als es noch in der Elterngeneration gängig war. Sie erfahren, dass ihnen zugehört und auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Mehr denn je sind sie sich ihrer Rechte bewusst und fordern diese ein. Im Umkehrschluss fällt es ihnen heute schwerer, Enttäuschungen auszuhalten. Es bereitet vielen Kindern auch Schwierigkeiten, Bedürfnisse aufzuschieben.

Allein: Das Recht des Individuums erfährt dort seine Grenzen, wo es die Rechte eines anderen Individuums verletzt (GG Artikel 2, Absatz 1).

Kinder bedürfen klarer, begreiflicher Regeln sowie eindeutiger und nachvollziehbarer Absprachen, um einen Rahmen zu haben, innerhalb dessen sie die Balance zwischen dem Durchsetzen von Eigeninteressen und dem Sich-Zurücknehmen zugunsten anderer entwickeln können. Sie müssen Bestätigung und Ablehnung, Erfolg und Enttäuschung, Sieg und Niederlage erleben können. Sie müssen sich auseinandersetzen können mit verschiedenen Auffassungen und unterschiedlichen Charakteren – und sie müssen lernen, all das auszuhalten und selbst zu bestehen.

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Die Klassenlehrer*innen erarbeiten beispielsweise die Klassenregeln mit den Kindern zusammen. Die Kinder akzeptieren die im Team selbst aufgestellten Regeln viel leichter. Vor allem aber sind diese Regeln für sie verständlich und bindend.

Für uns Lehrer bedeutet dies: Jeder Einzelne muss beständig innerhalb dieser Regelungen situationsgebunden die Auseinandersetzung zwischen Grenzziehung und Grenzüberschreitung mit sich und Blick auf die Kinder verhandeln.
In unserem komplexen Beziehungsgefüge zu den Kindern, das sich aufspannt zwischen Nähe und Distanz, Forderung und Entspannung, Autorität und Partnerschaft sowie Grenzsetzung und Freiheit, versuchen wir mit allen uns zu Gebote stehenden Erfahrungen und Sachverstand, ausgewogen auf die sich uns darbietende Situation und die involvierten Kinder zu reagieren.

Für uns gilt dabei grundsätzlich der Konsens: An unserer Schule leben wir Freiheit und Spontaneität, wo und wann immer es möglich ist, üben aber Verzicht und Zurückhaltung, wo und wann immer es nötig ist.

Kinder brauchen Erfolg(e).

Kinder wünschen sich – wie alle Menschen – Bestätigung und Anerkennung für ihre Leistungen, auch als Motivation, etwas leisten zu wollen. Sie müssen aus eigenem Erleben erfahren, dass sie etwas können, und dass es sich lohnt, sich anzustrengen, weil die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten wachsen und sie die Welt besser verstehen lernen. Jedes Kind muss dessenthalben stetig Feedback hinsichtlich seiner Lernentwicklung bekommen.

 

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:

Wir fordern und fördern jedes Kind im Rahmen unserer Möglichkeiten, wenn nötig über Individual- oder Förderpläne. Zudem arbeiten wir mit einer großen Methodenvielfalt und bedienen uns in unserer Lehrtätigkeit immer verschiedener thematischer Zugriffsweisen.
Die Kinder erhalten täglich auf unterschiedlichste Weise Rückmeldungen bezüglich ihrer erbrachten Leistungen. Mit den Eltern führen wir regelmäßig Lernentwicklungsgespräche, die präziser und ausführlicher Auskunft zur Entwicklung ihrer Kinder geben als bloße Noten.


Kinder brauchen Elternhaus und Schule in gemeinsamer Verantwortung.

Die Welt von Grundschulkindern bewegt sich größtenteils zwischen den Fixpunkten Elternhaus und Schule. Diese enge Verquickung im Denken und Fühlen der Kinder führt dazu, dass auftretende Probleme immer auf beide Institutionen abstrahlen: Schulische Probleme strapazieren häufig den häuslichen Frieden. Familiäre Probleme wirken in den Schulalltag hinein.
Das Verhalten der Kinder reflektiert in der Regel ihren Gemütszustand: Freude und Traurigkeit, Entspannung und Anspannung, Zufriedenheit und Missmut, Enthusiasmus und Frustration spiegeln sich nahezu ungefiltert und unabhängig vom jeweiligen Umfeld in den gezeigten Umgangsformen und vor allem im Handeln der Kinder wider.

Infolgedessen ist ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern nicht nur wünschenswert, sondern geradezu unabdingbar. Denn es ist Voraussetzung dafür, dass ein Kind mit all seinen Freuden und Nöten verstanden werden kann.


In der Grundschule ist die Verantwortung von Elternhaus und Schule unteilbar.


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Wir halten die Klassentüren nach Absprache offen und stehen für eine symmetrische, harmonische und individuelle Gesprächskultur. Alle Mitarbeiter unseres Kollegiums nehmen sich Zeit für Elterngespräche und vermitteln auf Wunsch beziehungsweise im Bedarfsfall Kontakt zu außerschulischen Institutionen.

Die Mitarbeit der Eltern ist an unserer Schule sehr willkommen. Eltern können sich über die üblichen Beratungs- und Entscheidungsgremien (z. B. Elternvertretung, Klassen-, Schul- und Gesamtkonferenz) für schulische Belange engagieren. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn sich Eltern mit ihren speziellen Fähigkeiten und Potentialen einbringen, beispielsweise in Arbeitsgemeinschaften, Lesepatenschaften oder freiwilligen Arbeitsleistungen zugunsten unserer Schule. So werden unter anderem Klassen- und Schulfeste gemeinsam gestaltet.

Kinder brauchen das elterliche Vertrauen in ihre Lernfähigkeit.

Eltern sind wesentlicher Impulsgeber hinsichtlich der Lernentwicklung ihrer Kinder, denn die Erziehung beginnt mit der Geburt. Sie lehren ihre Kinder als Erste die Dinge der Welt, in der sie aufwachsen. Die Kinder werden mit ihren Stärken und Schwächen bedingungslos angenommen und ermutigt, Neues wahrzunehmen und auszuprobieren sowie die Dinge in ihr Wissenskontinuum einzuordnen. Zu Recht vertrauen Eltern dabei auf die Lernfähigkeit ihrer Kinder und unterstützen sie mit aller Kraft in ihren Entwicklungsmöglichkeiten. 


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Zyklisch durchgeführte individuelle Elterngespräche informieren detailliert über den aktuellen Unterricht, die momentane Lernleistung und den augenblicklichen Entwicklungsstand ihres Kindes. Während dieser Gespräche werden Hand in Hand Ideen zu Unterstützungsangeboten hinsichtlich der Lernentwicklung erarbeitet und ausgetauscht.

Unsere Empfehlungen für das familiäre Umfeld folgen dem Grundsatz, dass Impulse aus dem Alltagsleben der Kinder immer die besten Erfolge sichern, weil sie für die Kinder bedeutungsvoll sind: Gespräche zu Themen, die für die Kinder von besonderem Interesse sind, ein Museumsbesuch, Sach- und Geschichtenbücher etc. Des Weiteren bietet es sich an, ganz beiläufig zu agieren, indem Schreibanlässe generiert werden durch das Schreiben
des Einkaufszettels oder der Urlaubspostkarte, oder spielerisch Rechenaufgaben gestellt werden, weil Backzutaten berechnet werden müssen etc.

Letztlich verweisen wir zuvorderst auf die erforderliche vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich die Kinder mit ihren Fragen und Interessen angenommen fühlen.

Kinder brauchen qualifizierte Lehrer und Lehrerinnen.

Schule entwickelt sich. Schule verändert sich. Denn Schule ist lebendig.
Damit Lehrer und Lehrerinnen hier Schritt halten und auf den kontinuierlichen Prozess nicht nur passiv reagieren, sondern ihn eventuell sogar aktiv forcieren können, bedarf es steter Aus-, Weiter- und Fortbildung.
Nur wenn Lehrer lernen, können sie auch adäquat mit hoher Qualität lehren.

Gezielte fachliche und methodische Bildung ermöglicht die Auseinandersetzung mit den sich auf allen Ebenen wandelnden Anforderungen schulischer Arbeit sowie das Finden moderner methodischer Wege sowohl für die Wissensvermittlung als auch für die pädagogische Arbeit.


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:

  1. Unser Kollegium folgt dem Grundgedanken, dass jeder pädagogische Mitarbeiter unseres Teams das Recht aber auch die Pflicht zur Weiter- und Fortbildung hat. Für uns ist Weiter- und Fortbildung selbstverständlich. Einzelne Kollegen erhalten die Möglichkeit, sich in diversen Themenbereichen zu spezialisieren, um als Multiplikator für das Kollegium fungieren zu können. Als verlässliche Grundschule sind wir bestrebt, Weiter- und Fortbildungen so zu organisieren, dass kein Unterricht ausfällt.

  2. Unsere Schule tauscht sich immer wieder mit anderen Schulen zu progressiven Unterrichtsmethoden und aktuellen pädagogischen Inhalten aus. So behalten wir die Entwicklung unserer eigenen Schule im Blick, reflektieren sie in festen Abständen und nehmen neue Impulse für unsere Schulpraxis nicht nur auf, sondern versuchen auch, nach gemeinschaftlicher Beratung im Kollegium, interessante Aspekte in unseren Schulalltag zu integrieren.

  3. Unsere Schule unterliegt der regelmäßigen Evaluation.


Kinder brauchen und nutzen Medien für ihr Lernen.

Im Kollegium und in der Elternschaft herrscht längst Konsens darüber, dass es heute keinesfalls mehr um das „Ob“ der Einführung und Nutzung digitaler Medien und Geräte gehen kann, sondern lediglich das „Wie“ und „Wie viel“ noch zu diskutieren ist, denn unsere Gesellschaft erfährt seit geraumer Zeit einen fundamentalen Wandel durch die digitale Welt. Es gilt, dieser rasanten Entwicklung Rechnung zu tragen. Wir benötigen passende Antworten, um unsere Schüler mit digital geprägten Unterrichtsformaten und zeitgemäßen Bildungsangeboten zu selbstbewussten, mündigen „Digital Natives“ zu erziehen sowie ein solides Fundament zu legen, auf dem weiterführende Schulen aufbauen können.

Wir sehen insonderheit die Grundschulen in der Pflicht, das Lehrangebot an die Lebenswirklichkeit der Kinder anzupassen, denn digitale Medien bergen nicht nur ein hohes Informations-, Kreativitäts- und Kommunikationspotential, sondern setzen zwingend auch verschiedenste Handlungs- und Reflexionskompetenzen sowie einen hohen Bewusstseinsgrad die Nutzung betreffend voraus. Wir nehmen uns der Aufgabe an, den Kindern eine erste Orientierung bezüglich verfügbarer Medien und deren sinnvoller Anwendung zu vermitteln.

Bei der Umsetzung unserer Ziele hinsichtlich der digitalen Bildung stützen wir uns auf unser schuleigenes Medienkonzept. Wir möchten unsere Schüler auf die heterogenen Aspekte digitaler Mediennutzung vorbereiten und altersgruppenspezifisch eine möglichst umfassende Medienbildung gewährleisten.


Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Wir fördern die Entwicklung der digitalen Medienkompetenzen über die konkrete Arbeit mit verschiedensten Medien. Aus dem Pool der bestehenden Ressourcen bedienen wir uns in den Unterrichtseinheiten mit einem thematischen Einsatz digitaler Medien:

  • für die Einführung von Themenbereichen in den Fächern Deutsch und Sachunterricht über Videos und Arbeitsblätter
  • für die Vertiefung und/oder den Abschluss von Themenbereichen in den Fächern Deutsch, Sachunterricht und Mathematik über sinnvolle pädagogische Lernsoftware, Lernplattformen und/oder interaktive Online-Quiz
  • zur Förderung der Lesekompetenzen mit Antolin
  • zu Recherchezwecken für die Vorbereitung und Erarbeitung von Vorträgen in den Fächern Deutsch und Sachunterricht über Kindersuchmaschinen sowie thematisch geeignete Websites
  • zur Einübung spezifischer Kompetenzen wie das Schreiben von E-Mails, das Editieren von Texten, die Auswertung von Daten in Form von digital erstellten Diagrammen
  • für die Zusammenführung von Handhabungskompetenzen über kleine Projekte wie Muttertagskarten oder Einladungen, in denen die Möglichkeiten digitaler Medien erprobt werden.

Unser Kollegium ist sich einig, dass die Vermittlung von Medienkompetenzen nicht vom zufälligen Fachwissen Einzelner abhängig gemacht werden darf, sondern von allen gemeinsam getragen werden muss. Dafür ist es notwendig, dass unser gesamtes Team auf dem Gebiet der digitalen Medien über ausreichende Handlungs- und Wissenskompetenzen verfügt und sich dahingehend – auch und vor allem mit Blick auf die stete rasante Entwicklung im IT-Bereich – fortlaufend weiterbildet.



Kinder brauchen eine solide Lesekompetenz.

Eine solide Lesekompetenz hält den Schlüssel für jegliches Lernen in der Hand.
Kinder müssen lesen können, um sich den Kosmos des Wissens erschließen und die Welt verstehen zu lernen.
Lesekompetenz besitzt demnach eine immense Tragweite. Ebendeswegen steht die Entwicklung und Förderung der Lesekompetenz auch im Zentrum unserer schulischen Arbeit. Ein wesentliches Moment dieser Arbeit ist die Entfaltung der Lesemotivation, die jedem Kind seinen eigenen Zugang zum Lesen ermöglicht.

Um die Lust am Lesen zu generieren und Kinder zu regelmäßigem Lesen zu animieren, müssen Elternhaus und Schule unabdingbar Hand in Hand arbeiten.

 

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Um die Lesekompetenz auszubilden und bestmöglich zu stärken, folgen wir unserem gemeinsam erarbeiteten Lesekonzept, das diese Eckpfeiler beinhaltet:

  • Wir arbeiten im Deutschunterricht regelmäßig mit Klassenlektüre und führen Leseprojekte durch.
  • Wir sorgen in den Klassenräumen für eine anregende Leseumgebung, indem verschiedenste Bücher und Lesetexte (Klassenbibliothek) vorgehalten werden und sich die Kinder in Leseecken zurückziehen können.
  • Wir pflegen ritualisierte Lesezeiten für die individuelle Lektüre.
  • Wir nutzen die unterstützende digitale Anwendung ANTOLIN samt Lesefleiß-Programm im Rahmen unserer Bemühungen zur Leseförderung.
  • Wir etablieren klasseninterne Lesewettbewerbe.
  • Wir bauen unsere Schulbibliothek aus und betreiben sie als Leseoase mit festen Öffnungszeiten.
  • Wir bemühen uns um Lesepaten (Eltern, Großeltern, Geschwister, Schüler), die periodisch an unserer Schule in verschiedenen Klassen vorlesen.
  • Wir bieten Eltern eine individuelle Leseberatung und präsentieren ihnen die Ergebnisse der Leseprojekte.


Kinder brauchen für ihre nachhaltige Bildung eine moderne Schule.

Schule muss immerfort frische, unverbrauchte und mitunter unbeschrittene Wege suchen und ausprobieren, um neue, veränderte Lebens- und Alltagsbedingungen der Kinder aufnehmen und darauf reagieren zu können.
Die Institution Schule, die Ausstattung der Schulen und der gehaltene Unterricht müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Dieser Leitsatz zeitigt folgende Konsequenz für das Leben und Lernen an unserer Schule:
Wir sehen Schulen nicht nur als Lernort, sondern auch als (selbst-)lernende Orte. Unserer Auffassung nach können viele der mit der ureigenen Schulentwicklung im Zusammenhang stehenden Aufgaben am besten vor Ort selbst bewältigt werden.

Und so nehmen wir uns dieser Herausforderung auch an. Die Steuerung der Schulentwicklung obliegt dem gesamten Kollegium und wird zuvorderst durch die Schulleitung vorangetrieben. Insgesamt wird die Schulentwicklung von allen Kollegen getragen und vorbereitet.

Entwicklungsaufgaben, die sich im Übrigen aus Vorschlägen des Teams, von Eltern oder durch Vorgaben der Schulverwaltung ergeben, besprechen wir im Kollegium und verteilen sie nach Konsens spezifisch an interessierte bzw. in besonderer Weise qualifizierte Kollegen, die sie in Konferenzen vertreten und den Fortschritt im Blick behalten. Seit geraumer Zeit fokussieren wir uns beispielsweise auf den Bereich der digitalen Ausstattung und Bildung.

Darüber hinaus …

  • … kooperieren wir mit verschiedensten Institutionen, unter anderen mit innovativen Schulen, Einrichtungen des Stadtteils, kulturellen Einrichtungen der Stadt Magdeburg (z. B. Jugendkunstschule), professionellen Musikern und Künstlern sowie Kitas und weiterführenden Schulen.
  •  … werden wir fortlaufend durch Schulberater begleitet, die uns wertvolle Anregungen und Hinweise geben.
  • … reflektieren alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig ihre Arbeit, um sie nachhaltig weiter verbessern zu können (schulische Evaluation).