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Schulpraxis, Schulaufsicht und Schulträger im Landkreis Börde beginnen einen Fach-Dialog zur Medienentwicklungsplanung

 
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Schulpraxis, Schulaufsicht und Schulträger im Landkreis Börde beginnen einen Fach-Dialog zur Medienentwicklungsplanung
von Daniela Küllertz - Mittwoch, 10. Januar 2018, 04:23
 

Liebe LiGa-Akteure,

informieren möchten wir Sie über ein konstruktives Arbeitstreffen zwischen (LiGa-)Schulleitenden aus dem Landkreis Börde, (LiGa-)Schulaufsicht und Vertreterinnen und Vertreter aus IT, sächlicher Ausstattung und Gebäudemanagement des Landkreises Börde. Auch Martin Stichnoth, Mitglied des Kreistages, war vor Ort. Hier der Pressetext:

Mit herkömmlichen Mitteln werden Lehrkräfte, Schulleitende, Vertreterinnen und Vertreter der Schulträger, schulfachliche Referentinnen und Referenten als auch Bildungspolitik die pädagogischen Herausforderungen digital-vernetzten Lernens nicht bewältigen.

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis und einer landesweiten Schulleitungsinitiative aus der Führungskräfteakademie des Landes Sachsen-Anhalt heraus trafen sich am 9.1.2018 zwanzig Akteure schulformübergreifend aus Schulleitung, verschiedene Ressorts des Schulträgers Landkreis Börde, Martin Stichnoth als Vertreter der Kreispolitik und drei schulfachliche Referentinnen und Referentinnen des Landesschulamtes.

Vom Schulträger waren ressortübergreifend deutlich mehr Teilnehmende gekommen, als angesprochen wurden. Beeindruckend war die Aufgeschlossenheit der Teilnehmenden, sich auf ein Gespräch zur Frage einer kreisweiten Medienentwicklungsplanung im Fach-Dialog zwischen Schulpädagogen- Träger-IT und sächlicher Ausstattung bzw. Gebäudemanagement einzulassen.

Schulleitende aus dem Landkreis Börde haben zwei Vorschläge auf den Tisch gelegt. Zum Einen sollen in einem kontinuierlichen und verbindlichen, öffentlich wahrnehmbaren Fach-Dialog Herausforderungen auf Schul- und auf Seite des Schulträgers diskutiert und Festlegungen getroffen werden.

Auf Schulebene ein flexibles medienpädagogisches Konzept auf der Höhe der technischen Möglichkeiten und zudem auf Seiten des Schulträgers ein Ausstattungskonzept zu entwickeln, dass pädagogische Ansätze zur Grundlage jeder Technikplanung macht, braucht ein Verständnis dessen, was pädagogisch sinnvoll und praxistauglich ist. Daher ist der zweite Vorschlag der Schulleiter des Landkreises, anstelle der Ausstattung von Pilotschulen entlang pädagogischer Herausforderungen wie individualisiertes Lernen über eine Lernplattform, cloudbasiertes Arbeiten in Schulteams oder videokonferenzbasierten Fremdsprachenunterricht Erprobungssettings auszustatten. Diese können dann die Basis eines praxistauglichen, nachhaltigen und wirtschaftlichen Medienentwicklungsplanes sein. Dieser ist dann praxiserprobt und ist in Form didaktischer Settings eher transferierbar als ganze Medienkonzepte von Pilotschulen. Dieser Dialog als auch korrespondierende Entscheidungen müssen für alle Beteiligten transparent sein.

Holger Häberer, schulfachlicher Referent des Landeschulamtes für den Bereich Grund- und Förderschulen, stimmt dem zu: „Wir können uns keine Investruinen leisten. Wir haben festgestellt, schulische Medienkonzepte sind sehr individuell. Entscheidend für die Ausstattung müssen verschiedene pädagogische Schwerpunkte der Schulen sein.“

Iris Herzig, stellvertretende Landrätin des Landkreises Börde, betont Bildung als Schlüsselressource für den Landkreis. Heranwachsende sollen individuell in allen Bereichen, beginnend bereits in der frühkindlichen Bildung, gefördert werden. Alle müssen voneinander wissen und zusammen arbeiten. Gerade deshalb ist die Frage der Medienentwicklungsplanung ein sehr guter Ansatzpunkt, über einen Fach-Dialog mit allen Beteiligten eng und ressortübergreifend zusammenzuarbeiten.

Martin Stichnoth unterstützt das Anliegen und nimmt es fraktionsübergreifend mit in die Kreistagssitzung und in die relevanten Ausschüsse.

Übereinstimmung gab es auch darin, dass zum Entwicklungsprozess neben der Formulierung von klaren Zielen die transparente Erfolgskontrolle gehört. Dies verhindert Aktionismus.

Die Teilnehmenden einigen sich auf einen kontinuierlichen, verbindlichen Fach-Dialog zur gemeinsamen Entwicklung eines Medienentwicklungsplanes. Beginn dieses Dialoges ist eine Werkstatt in der dritten Februar-Woche 2018. Hier sollen pädagogische Herausforderungen, mögliche Erprobungssettings vor allem aber die Verfahrensweise des Dialogs diskutiert werden. Dazu werden dann zusätzlich Teilnehmer aus allen Schulen des Landkreises eingeladen.