Ein zentraler Bestandteil unseres Schulalltags ist das eigenverantwortliche Arbeiten (EVA). Dabei orientieren wir uns am Churer Modell: Die Schülerinnen und Schüler wählen ihren Arbeitsplatz und ihre Lernpartner selbst und gestalten ihren Lernprozess aktiv mit.

Das eigenverantwortliche Arbeiten ist klar strukturiert und gleichzeitig offen angelegt. In den Kernfächern arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit vorbereiteten Bausteinen. Innerhalb dieser Bausteine entscheiden sie selbst, wann, woran und mit wem sie arbeiten. So entsteht ein verlässlicher Rahmen, der Orientierung gibt und gleichzeitig Raum für eigene Entscheidungen lässt.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich täglich Ziele und halten ihre Arbeit in einem Logbuch fest. Dadurch lernen sie, ihren Lernprozess zu planen, zu strukturieren und zu reflektieren. Ergänzend dazu führen wir regelmäßig Lernbegleitgespräche. In diesen Gesprächen geht es darum, gemeinsam zu schauen, wo die Schülerinnen und Schüler gerade stehen, welche Ziele sie verfolgen und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Für den Einstieg in die Arbeitsphase stehen niedrigschwellige Aufgaben bereit, die allen einen guten Start ermöglichen und erste Erfolgserlebnisse schaffen. Wenn die Wahl der Aufgaben schwerfällt oder Unterstützung benötigt wird, begleiten und beraten die Lehrkräfte.

Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie eigenständig bearbeitet werden können. Die Lehrkräfte verstehen sich dabei vor allem als Lernbegleitung: Sie geben Impulse, strukturieren bei Bedarf und unterstützen individuell. Gemeinsame Einstiege, zum Beispiel im Morgenkreis oder im Plenum, helfen dabei, neue Themen einzuführen. Klassische Frontalphasen treten dabei in den Hintergrund.

Das eigenverantwortliche Arbeiten findet täglich zu Beginn des Schultages statt und wird ab Klassenstufe 5 schrittweise eingeführt. Aktuell arbeiten die Klassenstufen 5 und 6 bereits in diesem Modell, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.

Zuletzt geändert: Samstag, 11. April 2026, 09:28