Unsere Schulgeschichte
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Unsere Schulgeschichte
Rothensee gehört zu den ältesten Dörfern vor den Toren Magdeburgs. Die erste beurkundete Erwähnung der Ortslage Rothensee erfolgte im Jahr 1176 durch den bedeutenden Magdeburger Erzbischof Wichmann.
Mit der Eingemeindung 1908 und der großflächigen Gewerbeansiedlung in unmittelbarer Nachbarschaft wurden in dem einstigen Anger- und Kirchdorf auch viele Arbeiterfamilien sesshaft. Folglich ist Magdeburgs nördlichstes Wohngebiet heute geprägt durch das Nebeneinander von jahrhundertealten Bauernhöfen, mehrgeschossigen Mietshäusern aus der Gründerzeit und den 20er Jahren sowie hochragenden Plattenbauten aus den 1980er Jahren. Die Grundschule befindet sich heute zwischen dem Industriegebiet und der Ortslage Rothensee auf der westlichen Seite.Ab Ende des 17. Jahrhunderts war im Kirchdorf Rothensee in lückenloser Folge ein Lehrer angestellt, der auch die Aufgaben des Kantors, Organisten und Küsters zu übernehmen hatte. Im 19. Jahrhundert wurde die Schulpflicht eingeführt. Ab 1828 fand der Unterricht im neu erbauten Kantorat in der Krugstraße 10 statt. Wegen der steigenden Schülerzahl wurde es 1861 notwendig, ein weiteres Schulgebäude in der Akazienstraße 21 zu errichten. Aufgrund der Eingemeindung des Dorfes Rothensee und der Entwicklung zu einem Industriestandort im Norden von Magdeburg wuchsen die Schülerzahlen stetig, sodass der Unterricht nur unter großen Schwierigkeiten im Schichtbetrieb möglich war.
Deshalb wurde in den Jahren 1925|26 ein eingeschossiger, in viel Grün eingebetteter Schulneubau in Klinkerbauweise und mit Satteldach südöstlich der Kreuzung Buschfeldstraße und Windmühlenstraße nach den Entwürfen des Stadtbaurates von Johannes Göderitz errichtet. Die „Gartenschule“ wurde durch den Oberbürgermeister feierlich übergeben.
Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bomben den südlichen Seitenflügel, in dem sich die Lehrerwohnung und das Heizhaus befanden. Dieser Teil wurde in seiner ursprünglichen Form nicht wieder erbaut. Im Jahr 1944 fand kein Unterricht statt.
Am 01. Oktober 1945 wurde der Unterricht wieder aufgenommen. Seit dieser Zeit ist die Züchtigung von Schülern verboten. Am 07. April 1951 wurde – durch den Zuzug von Flüchtlingen geboten – ein weiteres Schulgebäude auf dem Schulgelände Windmühlenstraße eingeweiht.Die Rothenseer Gartenschule (POS „August Bebel“) wurde am 18. Juni 1980 in die Denkmalliste der Stadt Magdeburg aufgenommen. Im Jahre 1983 erfolgte ein Erweiterungsbau an das zuletzt errichtete Gebäude. Fortan war es möglich, alle Kinder an einem Standtort zu unterrichten.
Seit 1991 ist die Grundschule Rothensee im denkmalgeschützten Gebäude von 1925|26 untergebracht. Die weiterführende Sekundarschule „August Bebel“ befand sich zeitgleich bis zum Jahr 2002 im Neu- und Erweiterungsbau. 2002|03 wurde die Turnhalle saniert. Es entstand eine multifunktionale Sport- und Freizeitanlage, die von unserer Schule genutzt wird.






