• Digitales Lernen


    Wir haben schon frühzeitig begonnen, über die Digitalisierung unserer Schule nachzudenken. Um 2011 trugen die allerersten Bemühungen schon Früchte: Wir bekamen ein Computer-Kabinett mit 10 Arbeitsplätzen plus einem Lehrer-Arbeitsplatz on top. Damals hochmodern waren die Rechner mit Windows 7 Professional ausgestattet und verfügten über diverse Lernprogramme und einer Internetanbindung! Damit ließ es sich schon einmal arbeiten und wir absolvierten die ersteh Gehversuche auf dem Gebiet der digitalen Bildung.

    Aber nur acht Jahre später war unsere Technik schlichtweg veraltet. Aus diesem Grund machten wir uns nun auf den Weg, ein fundiertes Schul-Medienkonzept zu erarbeiten, das - bei Umsetzung - den Anforderungen digitaler Bildung insgesamt genügen konnte hinsichtlich einer notwendigen Basisausstattung und deren geplanter, sinnvoller Nutzung. 2020 reichten  wir das Medienkonzept ein.

    Heute, 3 Jahre später, können wir nach konstruktiver und beharrlicher Zusammenarbeit mit allen involvierten Stellen und unseren Sponsoren neben einem stabilen schulweiten WLAN auf ein absolut praktikables digitales Equipment zurückgreifen, dass es uns erlaubt, alle Vorteile und Möglichkeiten der Digitalisierung im Unterricht auszuprobieren und zu nutzen. Für unsere Schüler gerät es zur Selbstverständlichkeit, digitales Equipment im Unterricht zu nutzen und ihre digitalen Kompetenzen in vielfältiger Weise zu erweitern.

    Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen, die uns auf unserem bisherigen Weg begleitet und geholfen haben, noch einmal von Herzen bedanken! 


    Allerdings ist es ein Weg ohne Ende. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, die wir noch ausloten könnten. Wir haben da so einige Ideen und Träume, die wir gern umsetzen und verwirklichen würden. Wir arbeiten daran! zwinkernd


    • Unser schuleigenes Medienkonzept verfolgt das Ziel, unsere Schüler auf die heterogenen Aspekte digitaler Mediennutzung vorzubereiten und altersgruppenspezifisch eine möglichst umfassende Medienbildung zu gewährleisten.

      Aus dieser übergeordneten Zielsetzung leiten wir für die verschiedenen Handlungsebenen folgende umzusetzende Schwerpunkte ab:

      a.  Handhabungskompetenz

      Die Handhabungskompetenz, also das Verständnis für und der Umgang mit Hard- und Software, ist die Basis für die Nutzung aller gebotenen erweiterten technischen Möglichkeiten der digitalen Welt hinsichtlich Information, Kommunikation und Kooperation. An unserer Schule changieren die von den Schülern mitgebrachten Erfahrungen erheblich: Einige Schüler konnten noch keine oder kaum Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln, die Mehrheit bringt jedoch schon Kenntnisse und Erfahrungswerte im Umgang mit digitalen Medien mit, nicht jedoch ein Verständnis für sie.

      b.  Sicherheitskompetenz

      Ein Hauptaugenmerk unserer Bemühungen zeitgemäßer Medienbildung liegt auf der sicheren Nutzung digitaler Medien und Tools. Es ist von besonderer Bedeutung, die Schüler bezüglich Gefahren und Missbrauch zu sensibilisieren und sie zu befähigen, sich sicher in der digitalen Medienwelt zu bewegen.
      Die Notwendigkeit, ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein zu vermitteln, geht mit der Fähigkeit einher, sich diverser Techniken zum Datenschutz bewusst zu werden und bedienen zu können.

      c.  Methodenkompetenz

      Wir erweitern die klassischen Methodenkompetenzen Informationen recherchieren, bewerten, präsentieren und kommunizieren um die Möglichkeiten, die digitale Medien bieten. 

      Unsere Schüler sollen erste Erfahrungen mit zielführenden Internetrecherchen über für sie geeignete Suchmaschinen sammeln sowie grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Präsentationstools wie PowerPoint erwerben. Darüber hinaus sollen sie befähigt werden, Informationen nach unterschiedlichen Kriterien (z. B. Relevanz bzw. mögliche Korrektheit im Vergleich zum mitgebrachten Vorwissen) bewerten zu können.

      d.  Medienkompetenz

      Die Schüler sollen erste medienbezogene Kenntnisse, Arbeitstechniken, Methoden und Fertigkeiten erlernen. Dabei möchten wir uns darauf fokussieren, ihnen Einstellungen und Werthaltungen zu vermitteln, die ihnen altersspezifisch ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und verantwortliches Handeln in der Welt der digitalen Medien ermöglichen. Zudem sollen unsere Schüler auch die Fähigkeit erwerben, Medien (von einer einfachen E-Mail bis zur ersten PowerPoint-Präsentation) selbst erstellen zu können.

      e.  Lernkompetenz

      Wir möchten die Möglichkeiten digitaler Medien zur Forcierung problemorientierter, selbstorganisierter und kooperativer Lern- und Arbeitsformen nutzen – insonderheit im Hinblick auf die Anforderungen der bestehenden Informations- und Wissensgesellschaft. Das Lernen mit digitalen Medien bietet unter anderem ein unproblematisches Lernen durch Fehler, da zumeist eine Feedbackfunktion implementiert ist, die sofort gewünschte Rückmeldungen und die Möglichkeit zur Berichtigung gibt.



    • Es ist uns wichtig, in diesem Zusammenhang explizit zu betonen, dass wir digitale Medien und Tools nicht um ihrer selbst willen oder gar ausschließlich einsetzen möchten, sondern nur dort, wo sie sinnvoll und notwendig sind, um unsere curricularen und pädagogischen Ziele effektiver zu erreichen, beispielsweise für:

      • den Erwerb der durch die Kultusministerkonferenz 2017 geforderten Kompetenzbereiche in der digitalen Welt,
      • die Ergänzung von Lehrinhalten um aktuelle Informationen,
      • die greifbarere Darstellung von Inhalt und Zusammenhang,
      • die einfachere Binnendifferenzierung und individuellere Schüleransprache,
      • die verstärkte Motivation unserer Schüler aufgrund der hohen Attraktivität des Mediums jenseits des Frontalunterrichts sowie
      • die Förderung der Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen.

      Während des Lernprozesses begleiten uns permanent Medien aller Art, denn sie bieten uns die Basis für Wissenserwerb, -kategorisierung, -überprüfung etc. Medien – ob Buch oder Computer, Tafelbild oder Videostream – übernehmen für uns die Rolle von Denkwerkzeugen, die Lernprozesse anstoßen sowie fordern und fördern.

      Digitale Medien eignen sich als „cognitive tools“ in besonderer Weise für den handelnden Wissenserwerb. Sie bieten eine ideale Plattform für ...

      • ... das Sammeln und Strukturieren von Wissen,
      • ... die Erarbeitung von Bezügen und Kausalitäten,
      • ... die Darstellung und Vermittlung von Kontexten

      ... und unterstützen die Bildung mentaler Modelle sowie das Aushandeln von Bedeutung optimal.

      Es gilt jedoch zu bedenken, dass moderne Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht verschiedene Rollen einnehmen: Zum einen sind sie - wie beschrieben - Werkzeug und Medium in Lernprozessen, zum anderen müssen sie selbst und ihre Handhabung im Unterricht thematisiert werden, also Unterrichtsgegenstand werden:



      Auch aus diesem Grund messen wir der Medienerziehung und digitalen Bildung einen besonderen Stellenwert zu, denn unsere Erfahrungswerte decken sich mit der KIM-Studie von 2018: Schüler nutzen im Alltag den Computer zwar ausgiebig zur Freizeitgestaltung, jedoch besteht ein großes Defizit in der angemessenen Nutzung als Werkzeug. Sie wissen kaum, wie die Geräte funktionieren. Des Weiteren sind vielfach keine Bildungsanregungen außerhalb der Schule zu erwarten.
      Im Unterricht unserer Schule sollen die Schüler daher sowohl lernen mit Medien angemessen umzugehen als auch zu verstehen, wie sie technisch aufgebaut sind und funktionieren.

      In der Grundschule werden elementare Kompetenzen erarbeitet und eingeübt. Wir sind in der Pflicht, auch im Bereich der Nutzung digitaler Medien ein solides Fundament zu legen, auf dem weiterführende Schulen aufbauen können


    • Aus dem Pool der derzeit bestehenden Ressourcen bedienen wir uns in den Unterrichtseinheiten zumeist mit einem thematischen Einsatz digitaler Medien:

      • für die Einführung von Themenbereichen in den Fächern Deutsch und Sachunterricht über Videos und Arbeitsblätter,
      • für die Vertiefung und|oder den Abschluss von Themenbereichen in den Fächern Deutsch, Sachunterricht und Mathematik über die Lernsoftware „Lernwerkstatt“, Lernplattformen und|oder interaktive Online-Quiz,
      • zu Recherchezwecken für die Vorbereitung und Erarbeitung von Vorträgen in den Fächern Deutsch, Sachunterricht, Gestalten und Ethik|Religion über Kindersuchmaschinen sowie thematisch geeignete Websites,
      • für die Ein- und Zusammenführung von Handhabungskompetenzen über kleine Projekte wie Muttertagskarten, Einladungen oder diverse gestalterische Projekte, in denen die Möglichkeiten digitaler Medien erprobt werden.


      Tools, die wir in unserer Schule nutzen und auch für den häuslichen Gebrauch empfehlen können

      Jeder Schüler verfügt bei uns im Rahmen von Schulträgerlizenzen über einen persönlichen Zugang zu den Lern-Apps...

      • ... ANTON (fachübergreifende Lernplattform)
      • ... sofatutor (fachübergreifende Lernplattform)
      • ... ANTOLIN (Leseförderung)
      • ... Brockhaus
      • ... Alfons (Deutsch | Mathe 

      Ab Klasse 2 empfehlen wir, insonderheit mit Blick auf die Vorbereitung von Klassenarbeiten in Klasse 3 und 4, die Lernplattform 2L4S des Landesbildungsservers Sachsen-Anhalt. Hier kann sich jeder Schüler einen anonymisierten Account (komplett ohne persönliche Daten) erstellen, um Lerninhalte einzuüben. Die Lernplattform bietet ein direktes Feedback für die Schüler.
      ACHTUNG! Einige Klassenlehrer legen für die Schüler ihrer Klasse Zugänge an. Fragt also bitte nach, bevor ihr hier selbst einen Account anlegt und nutzt in diesem Fall den bereitgestellten Account.


      Wir nutzen für die Internet-Recherche kindgerechte Suchmaschinen:


      Daneben gibt es ein unglaublich reichhaltiges Angebot an großartig aufbereiteten thematischen Internetseiten und Online-Lexika, die wir gern in unseren Unterricht einbinden. Dazu zählen unter anderen:


      Eltern, die sich bezüglich sicherer und herausragender Internetseiten für Kinder informieren möchten, empfehlen wir die folgenden Seiten: