Verlinkungen
1. Redaktionelle Anforderungen
Sprechende Links
Definition
„Sprechende Links“ sind Linktexte, die alleinstehend verständlich sind und klar sagen, wohin der Link führt bzw. was passiert – ohne Kontext aus dem Fließtext.
Warum ist das wichtig?
- Screenreader-Nutzende lassen sich oft nur die Linkliste einer Seite vorlesen: „hier, hier, mehr…“ ist dann wertlos.
- Hilft allen beim Scannen, reduziert Fehlklicks, erhöht Verständlichkeit.
- Unterstützt klare Navigation in Moodle-Kursen und H5P-Aufgaben.
Regeln für gute Linktexte
- Ziel/Mehrwert nennen: Was bekomme ich nach dem Klick? Welche Aktion wird angestoßen?
- Kurz, präzise, eindeutig (meist 2–8 Wörter).
- Handlung + Objekt bei Aktionen: „Quiz starten“, „Abgabe hochladen“.
- Format/Art kennzeichnen, wenn relevant:
- „Prüfungsordnung (PDF)“
- „Literaturliste (DOCX)“
- „Datensatz herunterladen (CSV)“
- Extern/Neuer Tab/Download transparent machen, wenn es passiert:
- „Bibliothek TU Dresden (externer Link)“
- „Video ansehen (öffnet in neuem Tab)“
- Keine reinen URLs als Linktext - diese sind oft lang und schwer zu erfassen. Nur einsetzen, wenn didaktisch notwendig.
- Keine doppelten Linktexte für unterschiedliche Ziele: Z. B. bei mehrere Download-Optionen auf einer Seite statt mehrfach "Download"→ unterscheiden: „Download Folien“, „Download Übungsblatt“.
Nach: Kim Althoff, Dustin Matzel, Michael Johannfunke und Christin Stormer, Zentrale Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB). Projekt SHUFFLE, Universität Bielefeld. Lizenz: CC BY 4.0