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      strukturschwache Regionen
      strukturschwache Regionen
      strukturstarke Regionen
      strukturstarke Regionen
    • Standortfaktoren

      Die Kriterien, auf die ein Unternehmen bei der Wahl seines Standorts achtet, bezeichnet man als Standortfaktoren.
      Standortfaktoren lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen:

      Dabei handelt es sich um Kriterien, die messbar sind.

      zum Beispiel:

      • Verkehrsanbindung
      • Arbeitsmarkt
      • Steuern und Abgaben
      • Fördermittel
      • Verfügbarkeit von Rohstoffen
      • Mietkosten

      Die sogenannten weichen Standortfaktoren sind nicht so einfach messbar, sondern hängen oftmals vom subjektiven Empfinden einer Person ab.

      zum Beispiel:

      • politische Verhältnisse
      • Image des Standorts
      • Bürokratie
      • Kultur- und Freizeitangebot
      • Bildungseinrichtungen
    • Stell dir vor, du gründest ein Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, z. B. eine Käserei. Nun suchst nach einem geeigneten Standort in Sachsen-Anhalt. 
      Worauf würdest du bei der Wahl des Standorts achten? Ziehe die Kriterien, auf die du achtest, in das Feld auf der rechten Seite.

    • Alles klar?
    • Landwirtschaft im Wandel

      Wie du sicherlich weißt, Gast, ist die Altmark eine Agrarregion. Deshalb schauen wir uns den Strukturwandel am Beispiel der Landwirtschaft an.

      Wie ganz Deutschland war auch die Altmark zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Landwirtschaft geprägt. Damals war die Arbeit in der Landwirtschaft vor allem körperlich anstrengende Handarbeit.
      Es gab eine Vielzahl an kleinen Höfen. Das Schaubild auf der linken Seite zeigt dir, dass früher der Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig war. 
      Zu dieser Zeit stand daher vor allem der primäre Sektor im Vordergrund.

      Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Agrargesellschaft zu einer Industriegesellschaft. Gründe für diese Veränderung gibt es viele.
      So führten der technologische Fortschritt, Arbeitsteilung und Spezialisierung zu einer zunehmend effizienteren Arbeitsweise.
      Maschinen übernahmen die Handarbeit. Wenige Betriebe können so immer größere Flächen bewirtschaften.

      Arbeitsplätze in der Landwirtschaft fielen weg, die Bedeutung des sekundären und tertiären Sektors nahm zu.
      Im Zuge des Strukturwandels kam es zur sogenannten Landflucht:
      Auf der Suche nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen zogen (und ziehen noch immer) viele Menschen vom Land in städtische Regionen.

      Insbesondere ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die Wirtschaftsstruktur in Deutschland noch weiter verändert.
      Technologische Entwicklungen führten in der Industrie zu einer zunehmenden Automatisierung von Fertigungsprozessen. 
      Im Zuge der Globalisierung verlagerten immer mehr Unternehmen ihre Produktion ins Ausland. Auch der weltweite Warenhandel stieg erheblich an.
      Gleichzeitig wuchs der Bedarf an Dienstleistungen, z. B. im Bereich Pflege, Beratung oder Digitalisierung.

      Der Wandel von der Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft wird auch als Tertiärisierung bezeichnet.

      Sowohl ehemalige Industrieregionen als auch Agrarregionen stehen nun vor der Herausforderung sich neu zu entwickeln, um nicht strukturschwach zu sein. 

      Einen Eindruck, wie Arbeit in der Landwirtschaft heute aussehen kann, vermittelt dir der folgende Beitrag:

       🎧Digitaler Helfer: KI in der Landwirtschaft | Radio | BR.de