Wirtschaftsregion Altmark
Abschnittsübersicht
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Was bedeutet eigentlich Struktur?
Betrachtet man Wirtschaftsregionen beschreibt die Struktur, wie eine Region wirtschaftlich aufgebaut ist und welche Merkmale sie prägen.
Dazu gehören zum Beispiel:
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welche Branchen und Unternehmen dort vorkommen (z. B. Industrie, Landwirtschaft, Dienstleistungen)
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wie viele Arbeitsplätze vorhanden sind
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wie gut die Verkehrsanbindung und Infrastruktur sind (Straßen, Bahn, Internet)
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wie viele Menschen dort leben und arbeiten
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strukturschwache RegionenSpricht man von einer strukturschwachen Region, meint man damit ein Gebiet, das im Vergleich zu anderen Regionen eine geringe Wirtschaftskraft und mangelhafte Infrastruktur aufweist. Oft sind es ländliche Regionen, die als strukturschwach gelten.
Typisch für eine strukturschwache Region sind:
- wenig Arbeitsplätze
- Abwanderung von Fachkräften
- schlechte Verkehrsanbindung
- wenig Infrastruktur
- geringe Bevölkerungsdichte
strukturstarke RegionenStrukturstarke Regionen zeichnen sich durch
- gute Verkehrsanbindung
- gute Infrastruktur
- hohe Beschäftigungsquote
- Vielzahl an Unternehmen
- stabile demografische Entwicklung
aus.
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Aufgabe 1
Vergleiche die Region Altmark mit dem Ballungsgebiet Berlin, indem du für beide Gebiete jeweils die drei Aspekte Verkehr, Anzahl an Unternehmen und Bevölkerungsdichte betrachtest.
Dafür kannst du eine Tabelle erstellen.Erkläre anschließend in mindestens vier vollständigen Sätzen, ob die Altmark eine strukturstarke oder strukturschwache Region ist.
Nutze dein Heft oder ein Schreibprogramm deiner Wahl zur Bearbeitung dieser Aufgabe. -
Standortfaktoren
Die Kriterien, auf die ein Unternehmen bei der Wahl seines Standorts achtet, bezeichnet man als Standortfaktoren.
Standortfaktoren lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen:Dabei handelt es sich um Kriterien, die messbar sind.
zum Beispiel:
- Verkehrsanbindung
- Arbeitsmarkt
- Steuern und Abgaben
- Fördermittel
- Verfügbarkeit von Rohstoffen
- Mietkosten
Die sogenannten weichen Standortfaktoren sind nicht so einfach messbar, sondern hängen oftmals vom subjektiven Empfinden einer Person ab.
zum Beispiel:
- politische Verhältnisse
- Image des Standorts
- Bürokratie
- Kultur- und Freizeitangebot
- Bildungseinrichtungen
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Stell dir vor, du gründest ein Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, z. B. eine Käserei. Nun suchst nach einem geeigneten Standort in Sachsen-Anhalt.
Worauf würdest du bei der Wahl des Standorts achten? Ziehe die Kriterien, auf die du achtest, in das Feld auf der rechten Seite. -

Aufgabe 2
Notiere in deinem Heft oder einem Schreibprogramm deiner Wahl die Standortfaktoren, die du in der vorangegangenen Übung ausgewählt hast. Erläutere in 4 - 5 Sätzen, warum sie bei der Standortwahl deines Unternehmens wichtig sind.
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Alles klar?
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Aufgabe 3
Stell dir vor, eine Unternehmerin möchte einen zweiten Standort in Sachsen-Anhalt eröffnen. Was würdest du ihr über die Altmark als potenziellen Standort erzählen?
Wähle dazu mindestens vier Standortfaktoren aus und beschreibe, wie diese in der Altmark ausgeprägt sind.Nutze dein Heft oder ein Schreibprogramm deiner Wahl zur Bearbeitung dieser Aufgabe.
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Landwirtschaft im Wandel
Wie du sicherlich weißt, Gast, ist die Altmark eine Agrarregion. Deshalb schauen wir uns den Strukturwandel am Beispiel der Landwirtschaft an.

Strukturwandel
Der Begriff beschreibt die Veränderung der Wirtschaftsstruktur über einen längeren Zeitraum.
Strukturwandel ist kein einmaliges Ereignis, sondern findet kontinuierlich statt.Mögliche Ursachen für so einen Wandel können sein:
- technologischer Fortschritt (z. B. Digitalisierung)
- demografische Veränderungen
- Globalisierung
- politische Ursachen
- Klimawandel
- Veränderungen des Konsumverhaltens
Wie ganz Deutschland war auch die Altmark zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Landwirtschaft geprägt. Damals war die Arbeit in der Landwirtschaft vor allem körperlich anstrengende Handarbeit.
Es gab eine Vielzahl an kleinen Höfen. Das Schaubild auf der linken Seite zeigt dir, dass früher der Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig war.
Zu dieser Zeit stand daher vor allem der primäre Sektor im Vordergrund.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Agrargesellschaft zu einer Industriegesellschaft. Gründe für diese Veränderung gibt es viele.
So führten der technologische Fortschritt, Arbeitsteilung und Spezialisierung zu einer zunehmend effizienteren Arbeitsweise.
Maschinen übernahmen die Handarbeit. Wenige Betriebe können so immer größere Flächen bewirtschaften.
Arbeitsplätze in der Landwirtschaft fielen weg, die Bedeutung des sekundären und tertiären Sektors nahm zu.
Im Zuge des Strukturwandels kam es zur sogenannten Landflucht:
Auf der Suche nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen zogen (und ziehen noch immer) viele Menschen vom Land in städtische Regionen.Insbesondere ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die Wirtschaftsstruktur in Deutschland noch weiter verändert.
Technologische Entwicklungen führten in der Industrie zu einer zunehmenden Automatisierung von Fertigungsprozessen.
Im Zuge der Globalisierung verlagerten immer mehr Unternehmen ihre Produktion ins Ausland. Auch der weltweite Warenhandel stieg erheblich an.
Gleichzeitig wuchs der Bedarf an Dienstleistungen, z. B. im Bereich Pflege, Beratung oder Digitalisierung.Der Wandel von der Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft wird auch als Tertiärisierung bezeichnet.
Sowohl ehemalige Industrieregionen als auch Agrarregionen stehen nun vor der Herausforderung sich neu zu entwickeln, um nicht strukturschwach zu sein.
Einen Eindruck, wie Arbeit in der Landwirtschaft heute aussehen kann, vermittelt dir der folgende Beitrag:
🎧Digitaler Helfer: KI in der Landwirtschaft | Radio | BR.de

Aufgabe 4
Hör dir den Beitrag an und notiere die Vorteile, die der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft bietet.
Nenne anschließend mindestens zwei mögliche Nachteile, die die Nutzung von KI in der Landwirtschaft haben könnte.Nutze dein Heft oder ein Schreibprogramm deiner Wahl zur Bearbeitung dieser Aufgabe.
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