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Cheeseburger und Klimawandel!?

 
Frau Patz
Cheeseburger und Klimawandel!?
von Cornelia Patz - Dienstag, 13. Juni 2017, 09:58
 

Text: Katja Reissner, Volker Jödicke Bilder: Volker Jödicke

Klimawandel1Ernährung, Klimawandel und Gesundheit - Themen, die nichts miteinander zu tun haben! Tatsächlich?

Das 3. Ausbildungsjahr der zukünftigen Binnenschiffer der BbS Schönebeck weiß es nun besser! Am 11.05. hatten sie den ersten Teil einer Schulung, die von zwei Master-Psychologie-Studentinnen der OvGU Magdeburg aus dem Schwerpunkt Umweltpsychologie/ Mensch-Technik-Interaktion entwickelt wurde. Ziel der Schulung ist es, den Auszubildenden zu vermitteln, dass die individuelle Ernährung sowohl auf unsere eigene Gesundheit, als auch auf unsere Umwelt einen großen Einfluss hat. Im Vordergrund steht hierbei die Aufklärung über den Einfluss von Rind- und Schweinefleischkonsum auf unser Klima. An zwei Schulungsterminen und dem Erfahrungsaustausch in einem sozialen Netzwerk zwischen den Treffen standen die Studentinnen und Auszubildenden in Kontakt.

Klimawandel2Im ersten Termin ging es vorwiegend um das vorhandene Wissen zu den Zusammenhängen zwischen Umwelt und Ernährung. Ein weiteres wichtiges Thema innerhalb der ersten Schulung war es, herauszufinden welche Barrieren uns davon abhalten, unseren Schweine- und Rindfleischkonsum trotz (eigentlich) besseren Wissens nicht einschränken zu können. Hierzu haben die Studentinnen zusammen mit den Auszubildenden die persönlichen Barrieren herausgearbeitet und gemeinsam Alternativen erarbeitet. Den Abschluss der ersten Schulung bildete die Verkostung von klima- und gesundheitsfreundlichen alternativen Nahrungsmitteln. Dies sollte nicht nur Hunger stillen, sondern auch zeigen, dass bestimmte Faktoren (z. B. Geschmack, Preis, etc.) keine realen Hindernisse sein müssen, da die Alternativprodukte genauso lecker und günstig sein können, wie gewohnheitsmäßig verzehrte Varianten!

Beim zweiten Schulungstermin am 07.06. wurden klimafreundliche und gesunde Speisen selbst zubereitet. Das soziale Netzwerk zwischen den Schulungsterminen gab den TeilnehmerInnen die Möglichkeit für weitere Fragen und war Anlaufstelle für neu aufgetretene Hindernisse. Anselm Hamann (Schüler) fasst die vom Landesschulamt Sachsen-Anhalt unterstützte Pilotstudie wie folgt zusammen: „Ein sehr interessantes Projekt, welches auch deutlich machte, dass es wirklich nicht nötig ist, täglich Fleisch zu konsumieren und es genügend Alternativen gibt. Meist ist es nur eine Sache der Gewohnheit. Das ist eigentlich das größte Problem an unserem Fleischkonsum."